Hamburg & Eppendorf/Lokstedt für gute Integration: Großes Zittern vor dem Scheitern?

Bis diesen Mittwoch wird sich entscheiden, ob sich die Hamburger Bürgerschaft und der Senat mit unserer Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ auf einen Kompromiss einigen können.

• Seit Ende Mai verhandeln die Vertrauenspersonen unserer Volksinitiative mehrmals wöchentlich im Rathaus mit den Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien, Dr. Andreas Dressel (SPD) und Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE), sowie Fachsprechern und Behördenvertretern. Und tatsächlich sitzen auch Vertreter und Vertreterinnen von Eppendorf/Lokstedt – Integration statt Großsiedlung immer wieder mit an dem Verhandlungstisch, um fachliche und konstruktive Lösungsansätze einzubringen.

• Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um die Frage, wie groß eine integrations-freundliche Flüchtlingsunterkunft sein sollsondern es wird auch ein breites Maßnahmenpaketfür erfolgreiche Integration in Hamburg erarbeitet. Dazu hatten wir gemeinsam mit unserem Dachverband einen 35-seitigen Impuls für einen => Masterplan für erfolgreiche Integration in Hamburg eingebracht.

• Zusätzlich werden für alle großen Standorte, sogenannte Bürgerverträge zur Quartiers-entwicklung verhandelt, die als fester Bestandteil der Bürgerschaftsdrucksache eine hohe Verbindlichkeit erlangen. Obwohl es in Eppendorf/Lokstedt keine Großwohnanlage ausschließlich für Flüchtlinge geben wird, haben auch auf einem Bürgervertrag bestanden, um deutlich zu machen, dass auch wir eine Verantwortung für die Unterbringung und die Integration von Flüchtlingen in unseren Stadtteilen sehen.

• Der Durchbruch ist gelungen, die Regierungsfraktionen der Bürgerschaft  werden sich am Montagabend mit dem Antrag an die Hamburger Bürgerschaft und den Senat befassen. Mittwochnachmittag entscheidet die Hamburger Bürgerschaft dann über die Annahme.

• Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen die folgende Auswahl an Pressemeldungen, insbesondere die Meldung der WELT vom 7. Juli, die das laufende Verfahren ausführlicher erläutert.


Meldungen zum Endspurt der Verhandlungen für eine Lösung im Rahmen der Volksinitiative:

09.07.| Initiative gegen Großunterkünfte: Großes Zittern vor dem Scheitern

Droht nun doch eine Volksabstimmung in Sachen Flüchtlingsunterkünfte? Die Regierungsfraktionen und die Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ konnten nach wochenlangen Verhandlungen immer noch keine Einigung erzielen – obwohl bis Montag ein Ergebnis vorliegen muss.  => MoPo.de

08.07.| So läuft der Deal mit den Flüchtlingsheimen

Verhandeln bis zum Schluss! An diesem Wochenende entscheidet sich, ob es in der Flüchtlingsfrage zu einem Volksentscheid in Hamburg kommt – oder sich die Fraktionschefs Andreas Dressel (SPD) und Anjes Tjarks (Grüne) mit den Bürgerinitiativen gegen Großunterkünfte einigen. Nach tagelangen Gesprächen gibt es zwar einen Hoffnungsschimmer, aber noch keine Einigung.  => BILD.de

07.07.| Hamburg ringt um den Flüchtlings-Kompromiss

Die Diskussionen zwischen der Volksinitiative und der Stadt über eine Lösung der Flüchtlingsunterbringung gehen in die heiße Phase. Das sind die Etappen der Verhandlung im Überblick.  => DieWELT

06.07.| Bündnis fordert Einigung im Streit um Flüchtlingsunterkünfte

Die Verhandlungen zwischen Regierung und Volksinitiative gehen in die Schlussrunde. Jetzt appellieren Sozialverbände: “Einigt Euch!”. Wenige Tage vor Ende der Verhandlungsfrist hat ein Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden die Initiative gegen große Flüchtlingsheime und die Politik zur Einigung aufgerufen.  => Abendblatt und => NDR.de

21.06.| Bildung, Wohnen, Nachbarschaft – Volksinitiative legt einen Masterplan für bessere Eingliederung von Flüchtlingen vor

Bislang ist die Volksinitiative “Hamburg für gute Integration” vor allem für ihre Ablehnung von Großunterkünften für Flüchtlinge bekannt. Jetzt hat der Dachverband, der verschiedene Bürgerinitiativen vereint, ein umfangreiches Papier mit einem Masterplan für erfolgreiche Integration in Hamburgvorgelegt.

In dem 35 Seiten umfassenden Dokument entwickeln die Autoren eine Vielzahl von Vorschlägen, wie erfolgversprechende Integration der mehreren Zehntausend derzeit in Hamburg lebenden Flüchtlinge gelingen könnte. Im Kern orientieren diese sich an dem bekannten Leitmotiv, wonach Integration am besten dann funktioniert, wenn Flüchtlinge gleichmäßig in der gesamten Stadt untergebracht werden. => Abendblatt

Admin

11. Juli 2016

Spendenaufruf

Auch Ihr finanzieller Beitrag zur Unterstützung zählt:

  • Alle, die sich bei Eppendorf/Lokstedt – Integration statt Großsiedlung und der Volksinitiative engagieren, tun dies natürlich unentgeltlich. Diese Arbeit kostet uns deshalb in erster Linie enorm viel Freizeit. Doch wir sind immer wieder an Punkte gelangt, an denen wir auch Geld brauchen.
  • Ihre finanzielle Unterstützung benötigen wir, um uns juristischen und anderen fachlichen Expertenrat und Beistand einzuholen. Auch die Information der Anwohnerinnen und Anwohner durch Flyer etc. kostet uns ebenfalls viel Geld.
  • Jeder noch so kleine oder große Beitrag hilft, die bereits angefallenen Kosten auszugleichen und die noch ausstehenden Rechnungen auszugleichen. 5 EUR oder 10 EUR würden schon helfen. Da nicht jeder mitmachen kann oder will, sind wir auch auf deutlich höhere Beiträge angewiesen. Dafür danken wir Ihnen schon jetzt recht herzlich!

=> Weitere Informationen und die Kontodaten finden Sie auf unserer Website!

Containerdorf für Flüchtlinge steht leer

2,4 Millionen € für lfd. Betrieb des bezugsfertigen Heimsunterkunft-steht-leer

Seit Wochen ist eine Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Niendorf bezugsfertig. Hunderte Menschen könnten hier wohnen, sie wird aber nicht genutzt. Warum, kann auch der Träger nicht sagen.

© NDR, Hamburg Journal – 03.06.2016 19:30 Uhr

Masterplan für Integration in Verhandlungen mit Senat

Unsere Volksinitiative “Hamburg für gute Integration!” verhandelt weiter mit dem Hamburger Senat. Unsere aktuelle Forderung: einen  Masterplan für Integration zu entwickeln. Wir bieten dafür unsere konkrete Unterstützung an.

Harald Lübkert, Mitinitiator von „Hamburg für gute Integration!“, sagt dazu: „Ein Masterplan schafft Vertrauen bei den Hamburgern. Es sollte benannt werden, mit welchem Geld, welchen Institutionen und von welchen Personen wie genau Integrationsarbeit geleistet werden soll. Denn bei den dringenden Integrationsfragen Spracherwerb, Flüchtlingswohnungen und Eingliederung in den Arbeitsmarkt gibt es viele ungelöste Probleme. Ein verbindliches Konzept gibt auch der Bevölkerung endlich das Gefühl, dass sie mit den Problemen nicht mehr allein gelassen wird. Wir schlagen einen Masterplan vor, der gute vorhandene Ansätze aufgreift, aber auch zusätzliche finanzielle Ressourcen benennt und explizit die Chancen für die Geflüchteten und die ganze Stadt betont.“

Teil des Plans könnte ein Integrationsschlüssel sein, der bessere Bedingungen für die Geflüchteten gewährleistet. Ein Verteilungsschlüssel kann für die bestmögliche Verteilung der Unterkünfte sorgen. „Wir haben eine umfangreiche Agenda für die laufenden Verhandlungen. Vielleicht können wir aus unseren Verhandlungsergebnissen gemeinsam einen Beitrag zu einem Masterplan leisten“, so Harald Lübkert abschließend.


Wir sehen uns…

beim Straßenfest Eppendorfer Landstraße am Samstag, den 04.06.2016. Wir stehen zwischen 11 Uhr und 15 Uhr wieder am Marie-Jonas-Platz an unserem Stand Ecke Douglas und sammeln weiter Unterschriften für das Bürgerbegehren. Und natürlich stehen wir Ihnen auch gerne für Ihre Fragen zum Thema “Flüchtlingsunterkunft mit der Perspektive Wohnen” an der Osterfeldstraße zur Verfügung.


Spendenaufruf

Wir haben uns mit einem Eilantrag gegen die Unzulässigkeitserklärung unseres Bürgerbegehrens zur Wehr gesetzt. Wir wollen, dass Ihre Stimmen, mit der Sie das  Anliegen des Bürgerbegehrens unterstützt haben, gewertet wird. Juristische Auseinandersetzungen kosten Geld. Deshalb bitten wir Sie, uns weiter mit Spenden zu helfen. Nur so sind wir ausreichend gewappnet, um nicht nur mit politischen sondern auch mit juristischen Mitteln dem Senat und dem Bezirksamtsleiter Rösler zeigen können, dass wir mit der aktuellen Unterbringungspolitik für Flüchtlinge nicht einverstanden sind. Unser Spendenkonto:

Bürgerinitiative Eppendorf /Lokstedt
Hamburger Volksbank
IBAN: DE56 2019 0003 0015 0596 00