Wir fordern Bürgerbeteiligung! (zum Standort Loogestraße)

Wer an der Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude im März teilgenommen hat, konnte Zeuge eines seltenen Ereignisses werden: tumultartige Szenen als kurz vor 22 Uhr klar wurde, dass das Thema, dessentwegen viele gekommen waren und fast 4 Stunden ausgeharrt hatten, nicht behandelt werden wird: die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, wenn es um die Flüchtlingsunterbringung hier in Eppendorf geht. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Zur nächsten Sitzung am 24.04. wird dieses Thema wieder Teil der Tagesordnung sein und –  anders als das letzte Mal – ganz oben auf der Liste stehen.

Wie berichtet, hat die zuständige Behörde, der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge, den Seelemannpark als Standort für eine Flüchtlingsunterkunft zunächst zurückgestellt und statt dessen die Grünfläche in der Loogestraße favorisiert. Hier sollen in dreigeschossiger Bauweise Modulhäuser mit 104 Plätzen entstehen. Erste Planungsüberlegungen liegen bereits vor und können über diesen Link abgerufen werden: http://eppendorf-lokstedt.de/ .

Wir fordern, dass die Anwohnerinnen und Anwohner und alle Interessierten an der Frage der Flüchtlingsunterbringung mitdiskutieren können, BEVOR die Planungen abgeschlossen sind und deren Umsetzung entgültig entschieden ist. Die Informationsveranstaltung, die der Bezirk nach Planungsabschluss organisieren will, reicht nicht. Wir haben mit der Stadt in unseren Vereinbarungen Bürgerbeteiligung vorgesehen. Aber Bürgerinformation ist nicht Bürgerbeteiligung!

Die Mitglieder des Regionalausschusses werden sich dazu positionieren müssen und Sie als Bürger und Bürgerin haben am 24.04. die Gelegenheit, Ihre Meinung dazu zu äußern.

Montag, 24. April 2017 um 18 Uhr
im Bezirksamt Hamburg-Nord,
großer Sitzungssaal
Eingang Robert-Koch-Straße 17, 20249 Hamburg