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Eppendorf diskutiert über Flüchtlinge bei Infoveranstaltung

© NDR, Hamburg Journal – 22.06.2017, 19:30 Uhr

Für Aufsehen hatte vor einigen Tagen ein Sarg gesorgt, den Gegner auf der Wiese aufgestellt hatten. Von den Gegnern der Flüchtlingsunterbringung waren aber auf der Veranstaltung so gut wie keine Vertreter erschienen. Viele Besucher sprachen sich dafür aus, die Geflohenen willkommen zu heißen und sie unterstützen zu wollen.

Wir fordern Bürgerbeteiligung! (zum Standort Loogestraße)

Wer an der Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude im März teilgenommen hat, konnte Zeuge eines seltenen Ereignisses werden: tumultartige Szenen als kurz vor 22 Uhr klar wurde, dass das Thema, dessentwegen viele gekommen waren und fast 4 Stunden ausgeharrt hatten, nicht behandelt werden wird: die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, wenn es um die Flüchtlingsunterbringung hier in Eppendorf geht. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Zur nächsten Sitzung am 24.04. wird dieses Thema wieder Teil der Tagesordnung sein und –  anders als das letzte Mal – ganz oben auf der Liste stehen.

Wie berichtet, hat die zuständige Behörde, der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge, den Seelemannpark als Standort für eine Flüchtlingsunterkunft zunächst zurückgestellt und statt dessen die Grünfläche in der Loogestraße favorisiert. Hier sollen in dreigeschossiger Bauweise Modulhäuser mit 104 Plätzen entstehen. Erste Planungsüberlegungen liegen bereits vor und können über diesen Link abgerufen werden: http://eppendorf-lokstedt.de/ .

Wir fordern, dass die Anwohnerinnen und Anwohner und alle Interessierten an der Frage der Flüchtlingsunterbringung mitdiskutieren können, BEVOR die Planungen abgeschlossen sind und deren Umsetzung entgültig entschieden ist. Die Informationsveranstaltung, die der Bezirk nach Planungsabschluss organisieren will, reicht nicht. Wir haben mit der Stadt in unseren Vereinbarungen Bürgerbeteiligung vorgesehen. Aber Bürgerinformation ist nicht Bürgerbeteiligung!

Die Mitglieder des Regionalausschusses werden sich dazu positionieren müssen und Sie als Bürger und Bürgerin haben am 24.04. die Gelegenheit, Ihre Meinung dazu zu äußern.

Montag, 24. April 2017 um 18 Uhr
im Bezirksamt Hamburg-Nord,
großer Sitzungssaal
Eingang Robert-Koch-Straße 17, 20249 Hamburg

Flüchtlingsunterkunft in der Loogestraße geplant – Seelemannpark bleibt Reserve

Anfang 2018 wäre die Folgeunterkunft belegbar und  könnte bis zu zehn Jahre genutzt werden.
Entstehen werden dort dreigeschössige Modulhäuser mit Fassade.
Der Standort Loogestraße ist verfügbar ab Mitte 2017, sobald die Container der anliegenden Kindertagesstätte nicht mehr benötigt werden.